Jesus Christus spricht: „Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe gekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium.“ (Mk. 1,15)

Immer lauter schallt es: Es kann so nicht weitergehen! Und dabei ist das Ende des sogenannten Mayakalenders mit seinem datierten Weltuntergang nur eine Randerscheinung – auch wenn die „kassemachende Wirtschaft“ dies schon lange für ihre Strategien entdeckt hat. Finanzexperten rufen zum Umdenken. Umweltaktivisten fühlen sich durch teilweise rasante Klimaveränderungen reichlich bestätigt. Die Altersarmut hält ihr erschreckendes Fähnchen nach oben – denkt an Eure Renten. Und wie es gesundheitspolitisch weitergehen soll … Alles scheint im Umbruch. Optimisten wollen aufbrechen. Fragt man jedoch:” Wohin eigentlich?”  bleiben erstrebenswerte Ziele merkwürdig vernebelt. Ist es so, wie es Mark Twain, der bekannte Schriftsteller des 19. Jahrhunderts, mal formuliert hat: „Als wir das Ziel aus den Augen verloren hatten, haben wir die Geschwindigkeit verdoppelt.“

Der „Ruf zur Umkehr“, der in den Kirchen inzwischen fast seltener zu hören ist als außerhalb der christlichen Traditionen, ist aktueller denn je! Aber: Wie ist die ursprünglichste, biblische Botschaft zu verstehen? Und: Gibt sie wirklich Lebenshilfe? Oder bleibt es beim schlechten Gewissen? Dem: „Eigentlich müsste man“?

Zunächst: Was hat „umkehren“ mit „büßen“ zu tun?  Nichts! Umkehren, neu anfangen (können), das Leben zu ändern, die Lebensperspektive (und damit die Lebensplanung) zu überdenken, sich neu orientieren – dazu ruft Jesus auf! Damit steht er in einer langen Reihe biblischer Botschafter, der Propheten des alten Bundes. Und dessen bekanntestem Gegenwartsvertreter (zur irdischen Lebenszeit Jesu), der „Stimme des Rufers in der Wüste“ (Jes. 40,3), den sie – die jüdische Obrigkeit – gerade (mund-)tot gemacht haben – Johannes, dem Täufer.  „Kehrt um“, gemeint ist im aramäischen, der Umgangssprache in Israel damals, das buchstäbliche „umkehren“. Wer vor eine Mauer läuft, hat nur drei Möglichkeiten: die Mauer überspringen (wer kann das schon?), sich eine blutige Nase holen oder umzukehren. Raus aus der Sackgasse!

Die Sprache des Neuen Testaments – altgriechisch (damals so hilfreich als internationale Sprache wie heute etwa das Englische!) – steuert noch den Aspekt bei, wo „Umkehr“ beginnt: nämlich mit dem „Umdenken“. Denkt neu, brecht die Mauern des Gewohnten – des Gewöhnlichen – auf. Wagt neue Gedanken. Lasst euch darauf ein, dass alles auch ganz anders sein kann. Und ganz anders einzuordnen wäre. Genau darum geht es Jesus!

Das Reich Gottes ist nahe. So nah, dass es jetzt (!) greifbar ist. Jetzt kann es erfahren werden. Jetzt muss es erfasst werden. Wo Jesus ist, da ist Reich Gottes. Da hat Gottes heilvolle Herrschaft begonnen. Die Zeit des Wartens ist vorbei. Auch die Zeit der Ausreden. Und der Kompromisse. Wer das Reich Gottes in der Person Jesus Christus nicht hier und jetzt ergreift – wer diese einmalige Gelegenheit im wahrsten Sinne des Wortes „vorübergehen“ lässt (und nicht umkehrt und hinterher läuft!) – für den kann und wird es auch einmal ein „zu spät“ geben!

Wir öffnen unsere Fenster, weil die Sonne scheint und nicht, damit sie scheint. Darauf haben wir doch gar keinen Einfluss! Auch noch so viel „Umkehr“ kann das Reich Gottes nicht herbeizwingen. Wir haben die Chance umzukehren, weil das Reich Gottes da ist – in Jesus!

Und damit sind wir bei dem missverständlichen Zungenschlag, der mit der Übersetzung der Bibel in’s Lateinische hinzugekommen ist. Während im griechischen „umkehren“ oder „Buße tun“ eine leistungsunabhängige Änderung der Geisteshaltung meinte, ist das Wort „Buße“ im Lateinischen und somit auch in unserer Sprache immer mit einer Bußleistung gemeinsam gedacht worden. Der Bußgeldkatalog für Verkehrssünder ist nur ein Beispiel für dieses Denken. Als ob irgendjemand vor Gott etwas abbüßen könnte.

Und doch strengen sich Menschen bis heute an, es Gott recht machen zu wollen, indem sie „abbüßen“. Verzicht auf eigene Leistung und wegsehen von den eigenen Bemühungen widerspricht allerdings unserer narzisstisch – um sich selbst kreisenden – Gesellschaft zutiefst. Und damit auch unserem daher geprägten Individualismus.

Aber: das wäre doch mal ein Anfang! Und das nicht nur für „Anfänger“ im Glauben. Gerade auch die „Fortgeschrittenen“, die bereits Jesus Nachfolgenden, dürfen diese frohmachende Botschaft hören und (neu) annehmen: Glaubt an das Evangelium! Glaubt an die gute Nachricht: Gott liebt Dich und will die Ewigkeit mit Dir teilen! Die Umkehr liegt im Vertrauen! Vertrauen wagen! Wage es, dem Wort Gottes zu vertrauen. Sieh auf das, was Jesus für Dich getan hat. Weil er Dich unendlich liebt. Vertraue dem, was ER Dir sagt. Auch wenn das im Vergleich zu unserem aktivitätsüberfüllten Alltag wenig erscheint, wird dieses schlichte „Hören und (dann erst) Tun“ Dein Leben revolutionieren! Weil Du anfängst, das Wesentliche zu tun. Und damit bewegst Du Dich in seinen Segensspuren und wirst seine Gegenwart mehr und mehr in Deinem Alltag erfahren. „Das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen.“

Der HERR ist nahe! (Phil. 4,5)

Bernd Niemeier

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Taufseminar

Am  3. Juni 2012  haben wir ein Tauffest geplant. Alle, die sich auf das Bekenntnis ihres Glaubens an Jesus Christus taufen lassen wollen  – oder Fragen rund um das Thema Taufe und Gemeindezugehörigkeit haben – sind herzlich zum Taufseminar eingeladen.

Termine und Themen (hängen auch aus an unserer Gemeindepinnwand):

jeweils Mittwochs 18.15 h (bis ca. 19.15 h)

09.05.2012      Grundlagen der biblischen Taufe;

16.05.2012      Taufe in unserer Gemeinde;

23.05.2012      Gemeindezugehörigkeit zu unserer Gemeinde

Bitte in der ausliegenden Liste eintragen oder mich persönlich ansprechen.

Bernd Niemeier

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Radioandacht | Lippe-Welle 105 | zum 27.4.2012 | „Oh, entschuldigen Sie bitte – ich habe mich verwählt!“

Hin und wieder endet ein unerwarteter Anruf ja so. Ist ja auch schnell passiert – heutzutage – wo man einfach nur mal die falsche Kurzwahlnummer antippen muss; und schon wählt’s …  Am 13. Mai haben wir schon wieder die Möglichkeit zu wählen. Hoffentlich müssen wir nicht bereits kurz danach bekennen: „Oh, da hab ich mich verwählt!“ Sie wissen doch: In der Telefonzelle zahlt man erst und wählt dann; in der Politik wählt man erst und  …naja …

Wie ist das eigentlich, wenn man sich bei der Lebensplanung „verwählt“ hat? Wenn eigene Entscheidungen sich als falsch herausstellen – kann man noch mal alles ungeschehen machen? Noch mal von vorne anfangen? Die Bibel sagt: Ja!  Gott hat es im Blick, dass Menschen Fehlentscheidungen treffen. Sünde meint „das Ziel verfehlen“ – Sünde kann als Schuld erkannt und eingestanden werden. Wer das ehrlich vor Gott tut, dem öffnet sich durch Jesus Christus eine neue Tür:  „Vertraut jemand auf Jesus Christus, so ist er ein neues Geschöpf. Altes ist vergangen. Siehe, Neues Leben hat begonnen.“ Und welche Kräfte das für jeden neuen Tag freisetzt – in Gottes liebevoller Gegenwart sein Leben zu gestalten – das ist eine Entdeckungsreise, die ich Ihnen von ganzem Herzen – nicht nur für heute – wünsche.

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Jesus Christus persönlich kennenlernen

Die Bibel nennt uns vier Grundwahrheiten:

1. Gott liebt Sie       „Es geht kein Mensch über diese Erde, den Gott nicht liebt.“

Die Bibel dazu: „Denn Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern das ewige Leben hat.“   (Joh. 3,16)

Nur sehr wenige Menschen erfahren aber diese Liebe Gottes persönlich, obwohl sie sich danach sehnen. Wie kommt das?

2. Alle Menschen sind durch die Sünde von Gott getrennt und können die Liebe Gottes nicht persönlich erfahren. Keiner vermag diese Trennung durch ein noch so gutes, religiöses oder moralisches Leben zu überwinden.

Die Bibel dazu: „In der Schrift heißt es: “Keiner ist gerecht – nicht ein Einziger. Keiner ist klug; keiner fragt nach Gott. Alle haben sich von Gott abgewandt; alle sind für Gott unbrauchbar geworden. Keiner tut Gutes, auch nicht ein Einziger.”

(Röm. 3,10-12)

Daher:

3. Gott sendet seinen Sohn Jesus Christus, der am Kreuz für unsere Sünden das einzig gültige Versöhnungsopfer vollbringt.

Die Bibel dazu: „Denn Gott war in Christus und versöhnte so die Welt mit sich selbst und rechnete den Menschen ihre Sünden nicht mehr an. Das ist die herrliche Botschaft der Versöhnung, die er uns anvertraut hat, damit wir sie anderen verkünden. 

So sind wir Botschafter Christi, und Gott gebraucht uns, um durch uns zu sprechen. Wir bitten inständig, so als würde Christus es persönlich tun: “Lasst euch mit Gott versöhnen!”  Denn Gott machte Christus, der nie gesündigt hat, zum Opfer für unsere Sünden, damit wir durch ihn vor Gott gerechtfertigt werden können.  

(2. Kor. 5,19-21)

Allerdings genügt es nicht, diese Tatsachen zu kennen. Um Gottes Liebe persönlich zu erfahren, ist es nötig, diese Liebe Gottes durch Jesus Christus persönlich anzunehmen.

Darum:

4. Jesus Christus muss persönlich in Ihr Leben eingeladen werden, um Ihnen alle Segnungen seiner Versöhnungstat zuteilwerden lassen zu können.

Die Bibel dazu: „All denen aber, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Gottes Kinder zu werden.  Sie wurden dies weder durch ihre Abstammung noch durch menschliches Bemühen oder Absicht, sondern dieses neue Leben kommt von Gott.“ (Joh. 1,12-13)

Dies geschieht durch ein vertrauensvolles Gebet.

Sie können diese Worte zu ihren eigenen machen oder in ähnlicher Weise zu Gott sprechen. Er wartet auf Sie. Er freut sich über Sie. Er liebt Sie und hält eine gute – ja sogar ewige Zukunft für Sie bereit.

„Herr Jesus Christus, ich danke Dir, dass Du mich liebst. Bisher habe ich ohne Dich gelebt. Jetzt aber will ich glauben, Dir die Schuld meines Lebens bekennen und Dich um Vergebung bitten. Ich öffne Dir mein Leben und bitte Dich: Sei fortan der Herr und Heiland meines Lebens. Dir will ich gehören und Dir will ich nachfolgen für Zeit und Ewigkeit. Amen.“

Sie haben dieses oder ein ähnliches Gebet (nach-)gesprochen? Sie wünschen sich eine vertrauensvolle Beziehung zu Gott? Sie haben noch Fragen oder wünschen ein persönliches Gespräch? Gerne besuche ich Sie auch. Oder Sie sprechen mich nach unserem Gottesdienst einfach einmal an …  Ich freue mich darauf, Sie persönlich kennen zu lernen!

Bernd Niemeier  (Pastor)

Tel.:  02381-788989

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Herzliche Einladung an alle Sänger/innen,

der Allianzchor probt jeden letzten Mittwoch im Monat in der Kreuzkirche, Letterhausstrasse 25 ( 19:30-21:00 Uhr).

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Treffpunkt: Bibel

Jeden Mittwoch um  19.30 Uhr laden wir herzlich ein zum  „Treffpunkt: Bibel“. Im Mai 2012 betrachten wir gemeinsam Texte aus der Urgeschichte des 1.Buches Mose. Das „Hauskreis-Magazin Nr. 22“ liefert uns wieder gute Impulse für einen interessanten biblischen Gedankenaustausch. Jeder ist herzlich willkommen!

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Am 18. April 2012 erreichte uns folgende Bitte der Evangelischen Allianz in der Türkei, die ich gerne – auszugsweise – weitergebe:

„Als Kirche in der Türkei haben wir die weltweite Gemeinde Jesu dazu eingeladen, heute, dem 18. April, für die Türkei und die Kirche hier zu beten.

Wir laden auch Sie dazu ein, zusammen mit Millionen von Glaubensgeschwistern auf der ganzen Welt in Ihrer Gemeinde

für uns zu beten. Der 18. April war im Jahr 2007 der Tag, an dem drei unserer Brüder um ihres Glaubens willen barbarisch ermordet wurden, der Tag, an dem die Kirche der Türkei ihre ersten Märtyrer hingab. Wir beten darum, dass Gott Sie mit geistlicher Weisheit und geistlichem Verständnis erfülle und, liebe Geschwister, wir flehen Sie an:

Beten Sie für uns!

1. Bitte beten Sie dafür, dass allgemein Segen und Frieden über der Türkei sein

mögen. Der Herr möchte, dass wir jeden segnen und ein Segen sind.

2. Beten Sie dafür, dass der Herr Seinen Heiligen Geist über das türkische Volk

ausgieße, ihm so Seine Liebe und Barmherzigkeit zeige, dass Seine Heilungskraft die Herrlichkeit Gottes mit Zeichen und Wundern bekanntmache.

3. Beten Sie dafür, dass der Herr die endlosen Lügen und erdichteten Behauptungen über Christus, die Bibel und die Christen zerbreche, die die Menschen in unserem Land blind und ihre Herzen verstockt machen. Beten Sie dafür, dass unser Land von den aus der Geschichte herrührenden Verletzungen befreit werde.

4. Beten Sie dafür, dass die Herzen und Augen geöffnet werden, um Jesus als den

Weg, die Wahrheit und das Leben zu sehen.

5. Beten Sie dafür, dass die Gläubigen, die ständig an der geistlichen Front stehen,

in enger Beziehung zum Herrn leben. Beten Sie für Erfrischung, Unerschrockenheit, Kraft, Schutz und Ermutigung.

6. Beten Sie für mehr Leiter mit dem Herz eines Dieners, für gute Vorbilder und

treue Arbeiter.

7. Beten Sie dafür, dass die vorhandene Einheit unter den Kirchen wächst und

vertieft wird.

Der Gott des Friedens sei mit Ihnen allen. Amen.

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Treffpunkt: Bibel

Jeden Mittwoch um  19.30 Uhr laden wir herzlich ein zum  „Treffpunkt: Bibel“.  Im April 2012 – nach Ostern – wollen wir uns mit der sogenannten Urgeschichte des 1.Buches Mose befassen. Das „Hauskreis-Magazin Nr. 22“ liefert uns wieder gute Impulse für einen interessanten biblischen Gedankenaustausch. Jeder ist herzlich willkommen!

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Jesus Christus persönlich kennenlernen

Eine persönliche Beziehung zu Gott beginnt mit einem Gebet. Wie wäre es mit  diesem:

 

„Herr Jesus Christus, ich nehme deine Einladung an und öffne dir jetzt mein Leben. Ich bekenne dir mein Versagen und meine Schuld. Dafür bitte ich dich jetzt um Vergebung. Ich sage mich los von den gottlosen Bindungen. Ich glaube, dass du die Strafe für meine Schuld stellvertretend auf dich genommen hast. Deine Auferstehung von den Toten zeigt mir, dass du die Macht über alles hast. Danke, dass du michliebst und mir eine neue Beziehung zum himmlischen Gott und Vater geschenkt hast. Ich lade dich ein, der Herr meines Lebens zu sein. Von jetzt an soll mein Leben dir anvertraut sein. Ich will dir gehören für Zeit und Ewigkeit.   AMEN.“

 

Sie haben dieses oder ein ähnliches Gebet (nach-)gesprochen? Sie wünschen sich eine vertrauensvolle Beziehung zu Gott? Sie haben noch Fragen oder wünschen ein persönliches Gespräch? Gerne besuche ich Sie auch. Oder Sie sprechen mich nach unserem Gottesdienst einfach einmal an …  Ich freue mich darauf, Sie persönlich kennen zu lernen!

Bernd Niemeier  (Pastor)  -  Tel.:  02381-788989

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„… sie berichten ganz von selbst, wie herzlich ihr uns aufgenommen habt, wie ihr euch von den Götzen bekehrt habt, um dem wahren und lebendigen Gott zu dienen, und wie ihr die Rückkehr seines Sohnes vom Himmel erwartet – Jesus, den Gott von den Toten auferweckt hat. Er ist es, der uns vor dem kommenden Gericht rettet.“ (1.Thess 1,9-10)

„Gebt uns ruhig die Schuld; den Rest könnt ihr behalten. Und falls es euch beruhigt: es trifft auf keinen Fall die Falschen!“ – so tönt es gerade aus dem Radio. Das klingt biblisch – zumindest das Schuldeingeständnis. Schon im Römerbrief zitiert der Apostel den Psalm 14, der unzweifelhaft bezeugt: Vor Gott kann keiner bestehen! Wirklich keiner! Aber anstatt zu einer Solidarität der Sünder aufzurufen, nach dem Motto: „Wenn alle gesündigt haben, wie könnte Gott sich da zum Richter aufspielen?“ klingt es bei dem Apostel ganz anders:  Bis jetzt hat Gott über die Unwissenheit der Menschen hinweggesehen, doch nun gebietet er den Menschen auf der ganzen Welt, sich von den Götzen abzukehren und sich ihm zuzuwenden. Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er die Welt gerecht richten wird, und zwar durch den Mann, den er dazu bestimmt hat. Und er hat allen bewiesen, wer dieser Mann ist, indem er ihn von den Toten auferweckte.” (Apg. 17,30-31)

Damit bekommt Ostern noch ein zweites Gesicht. Nicht nur der gewaltige Sieg über Sünde, Tod und Teufel ist zu verkünden. Nicht nur der ewige Triumph des Lebens und damit die offene Tür zum Vaterherzen Gottes gilt es mutig zu bezeugen. Auch über das Gericht Gottes muss gesprochen werden! ER, Christus, ist auferweckt, um über Lebende und bereits Verstorbene Gericht zu halten – so bezeugt es auch das sogenannte „apostolische Glaubensbekenntnis“. Darin heißt es: „…er (Jesus) sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dort wird er kommen zu richten …“  Dieses alle christlichen Konfessionen einende Bekenntnis aus dem 4. Jahrhundert bringt es auf den Punkt. Der Auferstandene wird (wieder-)kommen und eine neue Weltordnung schaffen; ja einen neuen Himmel und eine neue Erde, „in der Gerechtigkeit wohnt“. (2.Petr.3,13)

Schon jetzt bemerken wir Auswirkungen des „kommenden Gerichts“ – oder, wie es auch übersetzt werden kann: „des kommenden Zornes“. Werte-u. Ordnungssysteme, die bisher doch ganz gut funktioniert haben, verlieren  rasant an Bestand und erzeugen eine nicht geringe Verunsicherung. Weltweit. Und selbst wenn wir unsere kleine Welt in Europa oder Deutschland noch so einigermassen im Gleichgewicht haten können, kündigt sich doch Neues an. D.h. gar so neu ist es gar nicht! In den prophetischen Aussagen der Bibel finden wir genug Hinweise auf das, was beginnt, um uns herum zu geschehen. „Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.“  Es ist kein Raum mehr für Selbstherrlichkeit und die egoistischen Versuche des Menschen, sich selbst zu retten. Wo sind die Mutigen im Lande, die ihre Schuld vor Gott bekennen und demütig umkehren von ihren bösen, weil Gott ausgrenzenden Wegen? Ostern als Botschaft der Hoffnung, weil Umkehr möglich ist!  Aber schon Martin Buber, der bekannte, jüdische Religionsphilosoph schreibt:“ Die Sünde des Menschen besteht nicht in den kleinen oder großen Verfehlungen des Alltags, sondern darin, dass er jederzeit die Möglichkeit zur Umkehr hat, es aber nicht tut!“

Und so begegnet uns zu Ostern Christus in zweifacher Gestalt: Als Überwinder der Todesmächte und als Richter der kommenden Welt Gottes.  „ER rettet vor dem zukünftigen Zorn“ – Welch großartige Zusage des Gottessohnes: „Wer an mich glaubt kommt nicht in das Gericht, sondern er ist hindurchgegangen vom Tod ins Leben“.  (s.a. Joh 3,36)   Das ist in Christus geschehen und für jeden, der glaubend den Namen des Herrn anruft, Wirklichkeit! Schon jetzt!

Lassen wir uns von dem Auferstandenen „anstecken“ für eine Welt mitzuwirken, „in der Gerechtigkeit wohnt“ – eben, „dem lebendigen Gott zu dienen“ (s. 1.Thess.1,9)  und voller Vertrauen, dem entgegen zu gehen, der uns so über alle Massen geliebt hat. Und sein Leben für uns gab. ER ist auferweckt und lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. ER hat die Schlüssel des Todes und spricht: „Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte und der Lebendige. Ich war tot und bin lebendig für immer und ewig!“ (Offb. 1,17-18)

Fasse Mut, liebe Leserin und lieber Leser mit den Worten von Martin Luther King: „Selbst wenn unsere Nächte dunkler sind als tausend Mitternächte so gibt es eine große, segnende Kraft, die Gott heißt. Er vermag das dunkle Gestern in ein helles Morgen zu verwandeln. Zuletzt in den leuchtenden Morgen der Ewigkeit.“  Darum:  „Werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung hat.“ (Hebr. 10,35)

 

In diesem Sinne ein gesegnetes Osterfest 2012

 

Bernd Niemeier

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1. Männertag in Bockum-Hövel

Das war er nun, Männertag der Erste in unserer Gemeinde. Jochen Arp, unser Referent aus der ICHTYS-Gemeinde in Hannover, hat uns mit seinen beiden Begleitern in einer ansprechenden Weise hineingenommen in das Thema des Tages: „Gottes Vaterschaft erleben“. Dabei berichtete er aus seinem Leben, dass es ihm eine besondere Offenbarung von Gott war, Ihn als himmlischen Vater kennen zu lernen. Erst mit 43 Jahren zum Glauben an Jesus gekommen – aus einem Elternhaus stammend, in dem der Vater ein hohes Leistungsstreben an den Tag legte und auch von seinen Söhnen erwartete – war es ihm lange nicht möglich, Gott als liebenden, persönlichen, väterlichen Freund zu erfahren. Auch führte er einige Beispiele auf, wie unser persönliches Erleben des „irdischen“ Vaters unsere Gottesbeziehung beeinflusst. Darüber kamen wir am Nachmittag in kleinen Gruppen auch ins Gespräch. Die etwa 30 Teilnehmer aus Lünen, Bielefeld und unserer Gemeinde wurden zum Abschluss des Tages zu persönlichen Gesprächen und Segensgebeten eingeladen. Neben hilfreichen und ermutigenden Impulsen wird den Teilnehmern die gute Versorgung, die ausgezeichnete Dekoration und die freundlichen Begegnungen in unserer Gemeinde im Gedächtnis bleiben und so zur Vorfreude auf den 2. Männertag (beizeiten!) in unserer Gemeinde beitragen.

Bernd Niemeier

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Radioandacht | Lippe-Welle 105 | zum 16.2.2012 | Vertrauen ist gut – Kontrolle ist Besser

„Vertrauen ist gut – Kontrolle ist besser!“ – Spätestens die täglich neuen Schlagzeilen bzgl. unseres Staatsoberhauptes scheinen das plausibel zu machen. Und doch: Ist Kontrolle nicht erst dann besser, wenn das Prinzip „Vertrauen“ vorerst gescheitert ist …

Eigentlich möchte ich vertrauen. Auch und besonders in einem Umfeld, dass scheinbar über diese Resource nicht mehr ausreichend verfügt. Schließlich muss jedem Antrag eine Fülle von Belegen beigefügt werden – es könnte ja sein …

Mit einem „Es könnte ja sein …“ hat es laut Bibel in der Menschheitsgeschichte begonnen. Die ersten Menschen konnten eben nicht mehr glauben, dass Gott es gut meint mit Ihnen. Das Geschöpf-sein und damit die vertrauensvolle Abhängigkeit von Gott wurde ihnen erfolgreich vermiest. Aber in dem Moment, wo dieser Stimme des Misstrauens zugehört wird, geht eben alles – wirklich alles – den Bach runter. Übrig bleibt ein verletzter, vereinsamter, letztlich vertrauens-u. beziehungsunfähiger Mensch.

Darum wird Gott Mensch. Jesus Christus kommt uns als Mensch entgegen; zeigt uns, wie Vertrauen – Glauben – gelebt werden kann. Er ruft uns heute zu einer neuen Erfahrung heraus:  „Ich bin das Licht der Welt!  Wer mir nachfolgt wird nicht in der Nacht es Misstrauens bleiben, sondern das Licht des Lebens haben.“

Ich wünsche Ihnen einen zum Vertrauen auf Gott ermutigenden Tag.

Bernd Niemeier

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„… die Gemeinde aber betete anhaltend für ihn zu Gott.“ (Apg. 12,5)

„Unmögliches wird sofort erledigt – Wunder dauern etwas länger“  Dieses Schild ausgerechnet in einer Argentur für Arbeit zu lesen, machte mich stutzig. Und doch, denke ich, da ist was dran. Wer hat denn heute überhaupt noch Zeit, um auf etwas zu warten? Wünsche werden sofort erfüllt. Auch wenn es manchmal darum geht, den Nachbarn, den man nicht mag, mit Dingen zu beeindrucken, die man nicht braucht – finanziert mit Geld das man (noch gar) nicht hat … „Ich will alles – und zwar sofort.“ Das ist der Herzschlag unserer Zeit!
Und dieses Lebensgefühl: „Alles ist machbar, sofort!“, das die Wirklichkeit der westlichen Gesellschaft beschreibt, macht auch vor den arabischen Ländern nicht halt. „Wir wollen andere Verhältnisse!“ hört man eine ganze Generation (berechtigt) aufschreien. Und Wohlstand! Aber bitte sofort und möglichst rückwirkend! Nun: Wunder dauern etwas länger!
Veränderungen brauchen Zeit!
Beim Blick in die Bibel fällt mir auf, dass Worte wie „ausharren“, „dranbleiben“, nicht aufgeben“, „Geduld haben“, „warten können“ gar nicht so selten vorkommen. Allerdings ist die Zeitspanne zwischen dem, was Gott versprochen hat und der Erfüllung, Aufgabe und nicht Ruhekissen. In unserem Text aus der Apostelgeschichte wird uns von der Gefangennahme des Apostels Petrus berichtet. Die Gemeinde weiß um seine besondere Berufung und betet. Sie beten „wie die Weltmeister“ – Ludwig Nikolaus Graf von Zinzendorf in dem bekannten Lied „Herz und Herz vereint zusammen“: „… oh, so flehet um die Wette …“  Die Gemeinde betet inständig. Die Gemeinde betet anhaltend. Mir geht eine Frage durch den Kopf: Wer weiß denn heute noch von dieser Kraft anhaltendem, gemeinsamen Gebetes zu berichten? Der Teufel hat wirklich ganze Arbeit geleistet, dass er unser Gebet so auf das persönliche, individuelle, einsame Gespräch mit Gott reduziert hat. Bitte verstehe mich nicht falsch, liebe Leserin und lieber Leser. Ich erachte das persönliche Gebet für ein höchstes Gut. Unverzichtbar und für jeden wiedergeborenen Christen größtes und heiligstes Vorrecht. Aber nicht nur! Nicht im entweder oder! Persönliches Gebet hat seinen Raum und gemeinsames Gebet hat seine besondere Kraft! „… die Gemeinde aber betete anhaltend …“ Dem gemeinsamen Gebt gilt eine größere Verheißung. Dabei ist die Zweierschaft, die Kleingruppe – etwa ein Haukreis – oder auch Gebetsinitiativen der ganzen Gemeinde im Blick. Ob es um einen Gebetsabend oder eine Gebetskette geht – lassen wir uns von Gottes Geist noch herausfordern, seinen versprechungen zu vertrauen? „Wo zwei unter euch eins werden…“ sagt Jesus (Mt. 18,19)  Oder:  „Wenn   i h r   in mir bleibt …bittet, um was    i h r    wollt, und es wird euch gegeben werden!“  (Joh. 15,7)
Ich werde erinnert an den – tränrnreichen – Bericht einer alten Dame in unserer ersten Gemeinde in Berlin:  „Am Abend sagte mir der Arzt, dass mein Arm nicht mehr zu retten sei. Die Blutvergiftung sei schon zu weit fortgeschritten. Um mein Leben zu erhalten müssten sie ihn am nächsten morgen amputieren. Alle Vorbereitungen dafür wurden getroffen und der Arm noch einmal bandagiert. Und dann hat die Gemeinde die ganze Nacht durchgebetet. Am Morgen schaut der Chefarzt selbst noch einmal den Arm an – und traut seinen Augen nicht: Der HERR hat ein Wunder an mir getan und mich geheilt!“
Wo ist die Leidenschaft und der Glaube, der uns auch heute noch dazu anreizt,  s o   zu beten? Nicht dieser „Instand-Gesellschaft“ nachzueifern, sondern Jesus nachzufolgen! Und seinen Worten mehr zu vertrauen – ob im Gleichnis vom „bittenden Freund“ (Lk. 11,5-8) oder von der „bedrängenden Witwe“ (Lk. 18,1-7)  Jesus sagt: „… um wieviel mehr wird der HERR in Kürze seinen Knechten Recht verschaffen, die ihn Tag und Nacht anrufen!“  (Lk. 18,7)
Darum lasst uns nicht müde werden in unserem Beten – jede Gelegenheit wahrnehmen, die sich für gemeinsames Gebet ergibt und erleben, welche Kraft das „anhaltende – inständige – Gebet der Gemeinde“ hat.  Vertrauen wagen.  Gottes reichen Segen wünsche ich allen Leserinnen und Lesern des Gemeindebriefes.

Bernd Niemeier

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Jesus Christus spricht: „Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Wort, das durch den Mund Gottes ausgeht.“ (Mt. 4,4)

Gleich das zweite Jesus-Wort im Neuen Testament spricht von unseren Lebensgrundlagen. Die uns so vertrauten Lebensmittel, die wir in den Regalen unserer Supermärkte, gut sortiert, reichlich finden, sind eben nicht immer Mittel zum Leben. Die „Mitte des Lebens“ hat eine andere Ausrichtung: das Wort!  Eben „das Wort“, dass „Fleisch wurde“ d.h. menschliche Gestalt annahm und als Mensch unter Menschen gefunden wurde. (s. Joh.1,14)  Dieses „eine“ Wort ist Jesus Christus! In Christus spricht Gott letztgültig zu uns Menschen. Und in Christus ist die ganze Offenbarung Gottes in dieser Welt zu finden. „Staunen, dass Gott spricht“, hatte Adolf Pohl, der Buchautor und langjährige Neutestamentler des baptistischen Seminars in der DDR (Bukow bei Berlin), seine Predigtlehre genannt. Im Gegensatz zu allen anderen Göttern und Gottesvorstellungen und Philosophien ist unser Gott lebendig und   „spricht“!   So begegnet uns „das Wort“ in einer dreifachen Gestalt:

1. Zunächst als Christus, das Wort Gottes als Person. In einzigartiger Weise beschreibt die Heilige Schrift dieses Wunder. Der sogenannte Prolog des Johannesevangeliums, der erste Johannesbrief und auch der Hebräerbrief bringen es auf den Punkt: Jesus Christus ist das Wort Gottes!

2. Dann ist auch das von ihm, dem Christus, gesprochene Wort und das ihn bezeugende Wort in den Schriften des Alten und Neuen Testaments „Wort Gottes“. Hier wird uns Gottes Wille für alle Menschen zu allen Zeiten ein-für-allemal geoffenbart. An dieser Offnbarung muss sich alle persönliche und daher subjektive Gotteserfahrung messen lassen. Im Widerspruch dazu gibt es keine Offenbarung Gottes. Kein anderes Evangelium. Das grundlegende Wort ist offenbart und ruft jeden Menschen in die Verantwortlichkeit vor Gott. Allerdings ist die Offenbarung in den Heiligen Schriften vergleichbar mit einem unvorstellbar großen Geldschein, den niemand zu wechseln vermag. Daher auch nicht gut geeignet, um damit die alltäglichen Dinge des Lebens – eben die „Lebensmittel“ – zu kaufen.

3. Und so kommt die dritte Ebene der Offenbarung Gottes im Wort hinzu: das „gesprochene“ Wort, das Wort, „das durch den Mund Gottes hervorgeht.“  Aus dem Schatz des unermesslichen Reichtums des Wortes Gottes als Gottes Wille zu allen Zeiten für alle Menschen (s. 2.) nimmt der Heilige Geist das Wort, das in die Lebenssituation hinein spricht. Dieses begegnet uns  als das besondere „Angesprochen-sein“ durch ein Bibelwort etwa in der persönlichen Andacht, einer Predigt oder eines Zuspruchs (z.B. bei einem Segnungsgebet/Segnungsdienst). Es ist der prophetische Charakter des Wortes – das aufdeckende, zu Herzen sprechende, persönliche Reden Gottes. Niemals wird dies im Gegensatz zu dem Gesamten der Bibel stehn; immer aber einen speziellen Teilaspekt von Gottes Wesen und Wirken für unsen Alltag erschließen.  Und – dies ist mir besonders wichtig – es gibt keinen anderen Zugang zum „Glauben“ als nur durch das Wort. Gerade auch das „persönlich geoffenabret“ Wort Gottes:

In Röm. 10,17  lesen wir:   „So kommt der Glaube aus dem „zu Gehör gebrachten“ (d.i. die Predigt, die Verkündigung in Wort und Lied;  eben das was unter  3.  Beschrieben wurde!)  das „zu Gehör gebrachte aber aus dem Wort Christi.“ Geht es also darum, „aus dem Glauben zu leben“ (das Thema des Römerbriefes!  vgl. Kap. 1,17), so gibt es keinen anderen Weg als sich mit dem Wort, mit der Bibel zu beschäftigen.  Der Glaube „kommt“ …  Er kommt zu uns; wird uns im Lesen und Hören des Wortes „geschenkt“. Und dieser Glaube ist – laut Hebr. 11,1 – Herzensgewissheit! Und somit wird es uns zum „Wort des Lebens“, zu dem Wort, „das aus dem Munde Gottes hervorgeht“ und genau das bewirkt, wozu der HERR es sendet  (Jes. 55,10-11)

Und damit bin ich bei dem Jahresmotto 2012 für unsere Gemeinde: „Vertrauen wagen“. Bibelleser gewinnen Vertrauen – ihnen wächst gleichsam Glaube zu. Geben wir dem Raum und werden einander zu Ermutigern, in jeder Situation „Vertrauen zu wagen“.

In diesem Sinne allen Leserinnen und Lesern Gottes reichen Segen

Bernd Niemeier

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„Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus…“ (Eph. 1,3)

Manchmal sind die adventlichen Gedanken gar nicht so leicht zu fassen. Und Weihnachten fängt in unserer Konsumgesellschaft ja schon spätestens im September an – (da schmecken die Dominosteine und andere Lechereien noch richtig frisch – habe ich mir sagen lassen!).  Mein Zugang zum Advent bestand dieses Jahr aus einer Begegnung. Die Vaterschaft Gottes hat mich neu gepackt. Es ist der Vater im Himmel, der uns seinen Sohn schenkt. Es ist seine väterliche Zuwendung, die wir in ungezählten Weihnachtsliedern besingen. Eine Vaterschaft, die all unsere menschlichen Vorstellungen von Vaterschaft weit übersteigt. Um es einmal mit einem bekannten Werbeslogan zu sagen: „Wer hat’s erfunden?“ (Ich meine die Vaterschaft!) Gott hat’s erfunden. Er hat das Patentrecht auf Vaterschaft. Er verkörpert die „Vaterschaft von der jede Vaterschaft im Himmel und auf Erden ihren Namen hat“ (Eph. 3,14).

ER, der Vater, sieht in das Verborgene unseres Herzens, um uns zu belohnen – ER weiß, was wir nötig haben, ehe wir bitten – ER, der uns keine Steine und keine Schlange darreicht für die nötigen „Lebens“-mittel (Brot und Ei), so stellt ihn uns Jesus in der Bergpredigt (Mt. 6 und 7) vor. Gutes gibt er denen, die ihn bitten – sogar den Heiligen Geist, betont der Evangelist Lukas, wenn er diese Worte Jesu zitiert. (Lk. 11,13). Und so ist er es auch – der Evangelist Lukas, der uns mit der Überlieferung des „Gleichnisses von den verlörenen Söhnen“ in Lk. 15 einen tiefen Einblick in Gottes Vaterherz gestattet.  „Von ferne sieht ihn der Vater und läuft ihm entgegen und umarmt „seinen“ Sohn“ – der gelinde gesprochen doch wohl noch ziemlich nach „Gosse“ gerochen hat. Seine Vergebung und Wiedereinsetzung als (Königs-)Sohn nsind schon beschlossene Sache in seinem Vaterherzen, noch bevor irgendeine Bitte um Vergebung von Seiten des Sohnes ausgesprochen wurde. Der Vater braucht das Bekenntnis der Sünde nicht, um zu vergeben. Uns Sohnen und Töchtern tut es gut, unsere Unvollkommenheiten und unser Versagen, unseren Unglauben und unseren Ungehorsam einzugestehen. Und das nicht nur vor Gott. Oft ist auch das Bekenntnis vor einem (seelsorgerlichen) menschen sehr hilfreich, um unseren Stolz zu brechen und damit die Gnadenströme Gottes neu in unserem Leben freizusetzen. Denn „Gott widersteht dem Hochmütigen, dem Demütigen aber gibt er Gnade.“ (1.Petr. 5,6-7)

Das alles läßt mich ganz neu dankbar werden für Weihnachten. Für den Vater, der uns seinen Sohn schenkt. Und für Jesus, den Sohn, der uns den Vater zeigt und „zu Herzen bringt“. Jesus sagt: „Ich werde nicht für euch bitten, denn der Vater selbst hat euch lieb.“ (Joh. 16,27) – In der Liebe des himmlischen Vaters geborgen für Zeit und Ewigkeit. Diese Erfahrung möge Euch als Leser und Leserinnen dieses Gemeindebriefes reichlich zuteil werden.

In diesem Sinn, Euch von Herzen Gottes Segen und viel Mut, „Vertrauen zu wagen“ und eine gesegnete Advents-u. Weihnachtszeit.

Bernd Niemeier

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Jesus Christus spricht: „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und gesetzt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibe, damit, was immer ihr den Vater bitten werdet, er’s euch gebe.“ (Joh. 15,16)

Jede Begegnung hinterlässt Spuren. Fragt sich nur: welche? Was für Spuren haben die Begegnungen heute bei Ihnen/Dir hinterlassen? Sind Sie/ Bist Du ermutigt? Erfreut? Enttäuscht? Oder gar verärgert?  „Man könnte sich den ganzen Tag ärgern, aber man ist nicht verplichtet dazu!“  Welche Spuren haben wir bei dem Anderen hinterlassen? Unser Leben als Geschichte unserer Begegnungen … dann müsste man an uns „ablesen“ können, wem wir begegnet sind. Der große Philosoph Friedrich Nietsche hat es einmal so formuliert: „Wenn das stimmt, was die Christen glauben, müssten sie eigentlich viel erlöster aussehen.“  Damit wird deutlich, Missmutigkeit, Besserwisserei und besonders Griesgrämigkeit ist  (doch) keine Geistesgabe. Manchmal kann ja gerade auch in der frömmsten Gemeinde der Eindruck entstehen, der Apostel Paulus hätte dies bei der Aufzählung der geistgewirkten Charismen „vergessen“, schaut man einmal in die Gesichter der „Gläubigen“.

Jede Begegnung hinterlässt Spuren. Jesus will, dass Dein Leben gute Spuren hinterlässt! „Frucht“ nennt er es. „Frucht“, die bei den Menschen und sogar vor Gott Gutes bewirkt – einen „Wohlgeruch für Christus“, so Paulus im 2. Brief an die Gemeinde zu Korinth ((2,14-17).  Allerdings dürfen wir nicht den Fehler machen, „Frucht“ mit „Erfolg“ gleichzusetzen. Der Charakter der Frucht ist ein gänzlich anderer. Die Liebe wird als „Frucht des Geistes“ (Gal. 5,22) bezeichnet. Aus dem Hohelied der Liebe in 1.Kor. 13 wissen wir, dass es eben nicht die großen Taten allein sind, die sie hervorbringt. Mehr als eine Stellung, die jemand inne hat, kommt es auf die Einstellung an. „Und hätte der Liebe nicht …“ lässt aufhorchen. Denn eben gerade diese Liebe ist nur auf einem Weg zu bekommen: Sie erwächst aus der gelebten Beziehung zu Jesus. An eben diesem „Weinstock“ gilt es zu bleiben. (Joh. 15) Ohne ihn können wir nichts bewirken – in der Verbindung mit ihm wird andererseits allerdings alles möglich, da wir unbegrenzten Zugang zur ewigen Quelle der Kraft und Liebe und Heiligkeit haben. (Joh. 15, 5-8)  Gemeint ist damit, beten zu können. Ja, sogar so beten zu können, dass der Vater im Himmel hört und erhört. Und somit hat „Frucht“ ganz entscheidend mit „Gebetserhörungen“ zu tun. Gebetserhörungen, die um so mehr werden, je verbindlicher und treuer wir mit Jesus leben. Frucht bewirkt größere Gebetsvollmacht. Diese wiederum bewirkt ein Wachsen der Frucht, was sich wiederum auf unsere „Stellung vor Gott“ (Gebetsvollmacht!) auswirkt. Also: Lassen Sie sich / lass Dich „anreizen“ zu mehr Gebet. Damit die Frucht wächst und die Ehre Gottes im Land groß werde.

Natürlich hat Frucht auch etwas zu tun mit dienen. Jesus und seiner Gemeinde mit den Gaben zu dienen, die wir empfangen haben – jeder auf seine eigene, individuelle Art. Frucht wird gefördert, wo Christen sich untereinander und dem Herrn dienen in der Kraft des Heiligen Geistes. Kennen Sie/kennst Du Deine besonderen Gaben? Hast Du Deinen/ haben Sie Ihren Platz und Ihre Aufgabe schon gefunden? Ist es das, was z.Zt. am Meisten Frucht für das Reich Gottes hervorbringt?

Schließlich meint die Bibel mit Frucht auch geistliches Leben, dass sich ausbreitet. Die Frucht eines Christen ist es, einen weiteren Menschen zum Glauben an Jesus zu verhelfen. Die Frucht einer Gemeindegruppe oder eines Hauskreises ist „Zellteilung“ – also Grundung weiterer Hauskreise/geistlicher  Kleingruppen. Die Frucht einer Gemeinde ist die Gründung weiterer (Missions-) Gemeinden.

In diesem Monat bieten wir reichlich Möglichkeiten (neudeutsch: Optionen), Frucht zu bringen. So ist auch jetzt noch jeder herzlich willkommen, sich an unserem „Tag des Gebets“ zu beteiligen. Unsere Gebetskette an jedem Freitag kann durchaus „Zuwachs“ vertragen. Sich einfügen in eine Gebetsgemeinschaft, die jeder an dem Ort und zu dem Zeitpunkt wahrnehmen kann, wie es sich am „alltagstauglichtsten“ erweist. Bist Du / sind Sie schon dabei?  (Anmeldung und weitere Info’s beim Pastor)  Übrigens, unsere Nachbargemeinde in Ahlen hat den Dienstag als „Tag des Gebets“.  Des Weiteren kann man kräftig zu den evangelistischen Veranstaltungen in Bockum-Hövel (mit Carsten Hokema) oder Ahlen (Bernd Niemeier) einladen oder/und sich an der Gestaltung der Abende beteiligen. Anspiele, Lesungen und musikalische Beiträge sind genau so wichtig zum Gelingen wie eine gute Versorgung „ringsum“ à Raumgestaltung, Begrüßungsdienst, Fahrdienst oder Hilfe bei der Verpflegung der Gäste.  Ich glaube, hier gibt es viel zu entdecken und über allem, will der Herr selbst reichlich Frucht wirken. Denn … „nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt …“ sagt Jesus. Übrigens auch ganz persönlich zu Dir / zu Ihnen.

In diesem Sinn, Euch von Herzen Gottes Segen und viel Mut, „Vertrauen zu wagen“.

Bernd Niemeier

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